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Web Positioning Newsletter, ISSN 1610-3920

Webseiten-Optimierung Pole Position September 2002

Spam: Ausgeklügelt statt ausgegoogelt

Pay per Click statt dem Optimierer

Die Chinesische Mauer

Netz-Splitter:  Alltheweb, Openfind, Euroseek

Termine: Search Engine Strategies Munich

Für Sie gelesen

Aktuelle Ausgabe

Spam: Ausgeklügelt statt ausgegoogelt

Die wissenschaftliche Mie*erhose der Süddeutschen Zeitung

Ratlos schlägt Rudi Rapido die Süddeutsche Zeitung zu. Soll er nun seiner Amica Dessous über die Pseudo-Domain Mie*erhose bestellen? Wissenschaftlich abgesichert? Oder wird er durch „Tausende Verlinkungen“ auf die falsche eShop-Fährte gelockt? Oder soll er, wie beschrieben, Spam-Seiten von einem "Suchmaschinenmarketinganbieter" produzieren lassen, um auch Häusle-Liebhaber, die nichts anderes als einen Iglu in Grönland kaufen wollen, auf seine Immobilien-Ligurien-Seite zu locken? In beiden Fällen würde er sich auf den "Wissenschafts"teil der SZ berufen können.

Er ist total verwirrt. Hatte er nicht in der Juli-Ausgabe des Web Positioning Newsletter gelesen, was Suchmaschinen-Betreiber von Spam halten? Er schlägt die Zeitung noch einmal auf, um sich zu vergewissern: „Ausgegoogelt“ vom 3. September, Seite 17, eingerahmt, damit jeder darüber stolpert, auch der, den die Rubrik „Wissenschaft“ nicht interessiert.

Links und rechts - die zwei Seiten der Algorithmen

Rudi liest. "Denn Google orientiert sich daran, wie oft eine Seite mit anderen relevanten Seiten verlinkt ist." Wie sagte doch Dr. Monika Henzinger, Director of Research bei Google? „Links sind nur eine Seite der Medaille. Wir ranken die Seiten zudem nach einer mathematischen Formel.“ Nachzulesen bei Google.com.

Und die Behauptung, „Suchmaschinenoptimierer, die etwa mit Schlüsselwörtern die Webseiten ihrer Kunden nach oben katapultieren“, benutzten „übliche Tricks“, spottet in dieser Form jedem Wissen. Ob Alltheweb, AltaVista, Google oder Lycos: Worauf sollen die Crawler denn zugreifen, wenn nicht auf Wörter? Die Betreiber wollen zwar Flash in den Griff der Spider bekommen, um sie indexieren zu können, aber das Fangen der Glitter beherrscht bislang nur Alltheweb.

Millionen für Mie*erhosen

Rudi reibt sich erneut die Augen. „Bis zu einer Million Nutzer kann ein einziger Suchmaschinenmarketinganbieter auf eine Seite lenken.“ Sollten sich etwa 1 Million Männer/Frauen für Mie*erhosen bei Neckermann interessieren? Die darnieder liegende Textil-Branche würde auftrumpfen, Neckermanns Server in die Knie gehen und nach St*tzstr*mpfen verlangen.

Sollten jene Trick-Optimierer an den zitierten Empfehlungen des DMMV mitgearbeitet haben? Wie kontraproduktiv die Richtlinien sind, hatten die führenden Köpfe der Suchmaschinen-Betreiber Rudi Rapido bereits im Juli verraten. Ob der DMMV immer noch auf den „versteckten Text“ setzt, obwohl jener zu den Ausschlusskriterien führt?

„Zwischen [Suchmaschinen] Administratoren und [Trick] Optimierern herrscht ein ständiger Wettlauf,“ meint die Autorin in der SZ. Wie zwischen Igel und Hase. Zum Schluss fällt der Schnellere tot um, seine Kunden beißen ins Gras. Da helfen auch keine Mie*erhosen oder St*tzstr*mpfe.


Pay per Click statt dem Optimierer

Doch welche Marketing-Mix-Alternativen gibt es in diesen spammigen Traffic Zeiten? Wem kann man noch vertrauen? Rudi Ratlos überlegt: Soll er dem Besitzer des Mie*derhosen eShop, der eine neue Kollektion promoten will, raten, die am häufigsten genutzten Suchbegriffe bei Overture zu kaufen? Dann steht er bei AltaVista, AOL, Freenet, T-Online und MSN, ab 1. Oktober auch bei Focus an der Pole Position. 

Sollen die Hosen bei Netscape und Yahoo.de an erste Position, sollte er sich bei Espotting verdingen. Dann landen sie auch bei Lycos ganz oben – bei dessen europäischem Dienst ab 2003 Overture für den ersten Platz sorgt. Blitzsuche, Metacrawler und die Schweizerische BlueWin werden von Qualigo bedient. Für Google muss er noch einmal in die Tasche greifen, aber die Kosten für seine Werbung hat der Shop-Besitzer im Griff.

Verkehrter Traffic

Aber was bleibt für Rudis Amica? Er tippt www.mie*erhosen.xoloo.de ein, die Lieblingsseite der SZ-Autorin. Vielleicht gibt’s ja rosenfarbene Tatsachen? Oder ist dies nur eine der üblichen Lock-Domains, um den Leser auf eine P*rno-Seite zu schicken? Das Ergebnis – enttäuschend! Weder Mie*er noch nackter Inhalt. Statt Dessous für dicke Damen findet er eine Replik auf genau den Artikel, den er eben las. Wieder stutzt er: War in der SZ wirklich von Verkehr (Traffic) die Rede? Was Rudi Rapido noch so alles entdeckte, lesen Sie in:

Spam und die Süddeutsche Zeitung
Wie der Leser aus den Niederungen von Mie*erhosen in die Fänge eines Suchmaschinen-Marketing-Dienstleisters gelinkt wird, statt in die Höhen der SZ-Wissenschaft aufzusteigen

Post scriptum
Damit nicht die 1 Million Hausfrauen auf der Suche nach Stützen auf seiner Seite landen, verhindert Rudi Rapido die Indexierung bestimmter Begriffe bei Suchmaschinen. Er maskiert sie mit einem *. (vr)


Die Chinesische Mauer

Nachdem China Anfang September seine virtuellen Grenzen für Google-Nutzer geschlossen und am 12. wieder geöffnet hatte, meldete AltaVista die Sperrung seiner amerikanischen und britischen Website. Während Google verlauten ließ, dass man nichts unternommen habe, äußerte Jim Barnett, Präsident und CEO von AltaVista, er sei „beunruhigt“. Doch der Dienst sei über die werbefreie Plattform Raging erreichbar und die deutsche oder die kalifornische Site nicht gesperrt. Da AltaVista auf allen Ländersites das Übersetzungstool von Babelfish anbiete, sei es kein Problem, an die Inhalte zu kommen.

Als bedenklich betrachten Verteidiger der Freiheit das Verhalten von Yahoo!. Die Website war Anfang Juli gesperrt worden. Die Reaktion: Die Kalifornier unterschrieben eine Sauberkeitserklärung, handeln also wie die chinesische Internet-Polizei. Gehört Yahoo! China inzwischen dem Chinesischen Staat?
Beunruhigend ist das offensichtliche Beherrschen von Techniken, von denen nicht nur Geheimdienste träumen. Seit langem werden schon E-Mails abgefangen, die „schmutzige“ Inhalte enthalten, auch wenn sie über nicht-chinesische Provider laufen wie hotmail.com. Eine weitere Taktik war das Umleiten von Google-Nutzern auf vom Staat akzeptierte chinesische Suchmaschinen. 

War zu Beginn vermutet worden, dass sich die Regierung nur kurzfristig im Vorfeld des Kongresses der Kommunistischen Partei im November vor unliebsamen Informationen schützen wollte, zeigt die Wiederzulassung von Google, dass der Staat in der Lage ist, eine virtuelle Firewall nach Wunsch um ihre auf 40 bis 56,6 Millionen geschätzten User zu bauen. Die Schnüffler schotten nicht mehr ganze Websites ab, sondern bestimmte Inhalte. Dazu gehören neben Se* die religiöse Gruppe Falun Gong, tibetische Unabhängigkeitsbestrebungen und demokratische Bewegungen.
Am 15. September 2002 meldete der Business Standard India, dass die große Mauer eine neue Dimension erreicht habe: Sucht der User über Google nach politischen Informationen und tippt den Namen eines Politikers wie den des Präsidenten Jiang Zemin ein, wird seine Internet-Verbindung nach fünf Minuten abgeschaltet. Möglich ist dies, weil die Einwahl nur über staatliche Provider funktioniert. Geld für eine Satelliten-Verbindung? Wer hat das schon. 


Ausgetrickst - mit einem Taschenspiegel

Vielleicht sind in China Taschenspiegel ausverkauft: Eine Gruppe um den Amerikaner Benjamin Stein hatte am Berkman Center for Internet & Society an der Harvard Law School kurz nach der ersten Google-Sperrung eine Website ins Netz gestellt, die die Mauer durchstieß. Die im wahrsten Sinne des Wortes gespiegelte Site elgooG - von rechts nach links aufgebaut und in Spiegelschrift - wurde nicht an die große Glocke gehängt, sondern sprach sich in Windeseile in China herum. Normalerweise dienen gespiegelte Seiten Betreibern, um Kapazitätsengpässe zu vermeiden, indem sie eine Site kopieren und auf einem zweiten Server hosten. Letztendlich sind das Spam-Seiten. AltaVistas Versuch, die Zensur mit einer gespiegelten Site zu umgehen, währte nicht lange. Kaum hatte Jim Barnett den Namen der Site Raging.com genannt, war auch sie gesperrt. Am 27. September war AltaVista.com immer noch dicht. 

Der nächste Schritt liegt nahe: Laut Financial Times London hat die Regierung kürzlich Techniker eingestellt, um Texte, die per Handy gesandt werden, samt Informationen über Sender und Empfänger abzufangen. Die These, das autoritäre chinesische System könne durch das Internet aufgeweicht werden, darf wohl als Illusion gelten. (ra)


Netz-Splitter 

Alltheweb bei Flash vorn

Am 12. September meldete die Fast Search & Transfer, dem Sucher würden über die "Advanced Search" nun auch mit Macromedia Flash erstellte Seiten angezeigt. Damit sind die Norweger den US-Konkurrenten AltaVista und Google einen großen Schritt voraus. 

In den Genuss kommen direkte Sucher und diejenigen, die über Lizenznehmer der Suchmaschine Alltheweb auf Pirsch gehen wie Lycos, T-Online und Tiscali. Voraussetzung ist, dass der Recher des Suchers den animierten Glitter zulässt. Viele Firmen haben jedoch einen Filter davorgesetzt, damit die lieben Angestellten sich nicht an Spielchen ergötzen. Also nutzt dem Website-Betreiber im Business-Bereich die neue Funktion nicht viel: Er muss weiterhin seine Seiten auch ohne Flash sichtbar machen. 

Es darf spekuliert werden, ob AltaVista, die Suchmaschine aus dem kalifornischen Palo Alto, die Ende Oktober neue Funktionen vorstellen will, dann auch Flash-Seiten in den Ergebnis-Listen aufscheinen lässt. Wir wissen die Antwort seit dem 27. September, dürfen sie aber nicht vor dem Launch-Datum verraten. 

Openfind findet Milliarden

Ob Openfind, die taiwanesische Suchmaschine aus Taipei, die einst Yahoo! China zulieferte, bevor Google dieses Geschäft übernahm, alle übertrumpft, darf vorerst dahingestellt sein. Die im Beta-Test befindliche Version brüstet sich zwar damit, 3,5 Milliarden Seiten indexiert zu haben, ein erster Test in englisch und deutsch ergab jedoch fatale Ähnlichkeiten in der Darstellung mit Google-Ergebnissen - mit dem Unterschied, dass sie bis zu 1,5 Jahre alt waren. Und irgendwie erinnert der Kampf um Milliarden an alte Zeiten: AltaVista stieg und stieg in der Gunst der User, weil es mit immer mehr Suchergebnissen auftrumpfte. Bis Google erschien und auf Ergebnis-Qualität setzte. Inzwischen hat sich AltaVista stark gewandelt. Mal sehen, was der Oktober bringt.

 

Euroseek versucht's mit Bildern

Äonen nach AltaVista und Google fügte im September auch Euroseek die Bildersuche ein. Beliefert wird der Dienst, der 1996 mit dem Ziel Europa in 25 europäischen Sprachen auf der Bildfläche erschienen war und seit April der US-amerikanischen WeDirect gehört, von der Stockholmer PicSearch. Das deren Ergebnisse nicht gerade auf dem neuesten Stand sind, davon macht sich der Website-Betreiber schnell ein Bild, der seine Seiten oft updatet. Die Text-Suchergebnisse bei Euroseek sind eine Mixtur aus Google, ODP, dem Dortmunder Sharelook, Intellicast und anderen. (ky)

Termine: Search Engine Strategies Munich

Anberaumt war der „Search Engine Marketing Tactics” Kongress in Amsterdam für den 23. und 24. September 2003. Rudi Rapido wollte berichten. Doch am 23. August erreichte ihn die Nachricht, der Kongress sei „aus technischen Gründen auf einen anderen Zeitpunkt verschoben“ worden.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass das Münchner Hilton Park Hotel am 17. und 18. Oktober 2003 mehr Interessenten anlockt zur „Search Engine Strategies Munich“. Die Konferenz deckt ein breites Themen-Spektrum ab für Einsteiger und Fortgeschrittene zur „Steigerung der Besucherzahlen bei auf Crawlern basierenden und manuell gepflegten Suchmaschinen“. Die Referenten, allen voran der im englisch sprachigen Raum sehr bekannte Dan Sullivan als Organisator, arbeiten bei Suchdienst-Betreibern und bezahlten Diensten. Außer beim „Allgemeinen Forum“ wird englisch gesprochen. Die Kosten: bei Anmeldung bis zum 2. Oktober 895 Euro, danach 995 Euro.

Für Sie gelesen: Neue Titel zum Webseiten-Marketing

Jim Sterne: Web Metrics  Proven Methods for Measuring Web Site Success. Wiley Publishing, Inc., New York. Absolutes Muss für jeden Verantwortlichen, der eine Website zurück in die Realität bringen will!

Mathias Schmitz: Neue Kunden gewinnen mit Suchmaschinen – Ein Praxisleitfaden für Mittelständler und Großunternehmen im Internet. Zu empfehlen dem Website-Betreiber, der Suchmaschinen und Kataloge für das Marketing einsetzen möchte.

Oliver Lehmann / Antje Lehmann: Top-Platzierungen in Suchmaschinen - Der suchmaschinengerechte Webauftritt. Ein Titel ohne Top-Platzierung.

Alle Rezensionen finden Sie über die Bücher-Seite.

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