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Optimierung News: Google Software Principles oder Principiis obsta? Google Anzeigen-Schaltung.

Overture: Statt PFPS mehr Präzision? Über Kreuz mit dem Wort - Plagiate per Software aufdecken. Google Gmail. Code of Conduct. Alles unter Kontrolle per Gesetz in Italien

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Web Positioning Newsletter

ISSN 1610-3920, 3. Jahrgang, Juni 2004 


I.    Rudi Rapido Glosse 

       Google Software Principles oder doch besser Principiis obsta?

II.   Kommentierte Nachrichten

      Google winkt mit 50 Euro

       Overture: Statt PFPS mehr Präzision?

       Über Kreuz mit dem Wort

       Plagiate per Software aufdecken

       Google Gmail - erste Erfahrungen

       Code of Conduct - Qualität unter Kontrolle?

       Alles unter Kontrolle

III. Netz-Splitter

       Suchmaschinen-News für die Optimierung

IV.  Copywriting für Websites, Folge 8

       Navigieren zum Ziel


I.    Rudi Rapido Glosse 

Google Software Principles oder doch besser Principiis obsta?

Die Vereinigten Staaten von Amerika (U.S.A., besser bekannt als G.W.B.) haben jetzt auch den Kampf gegen den Software-Terror aufgenommen, allen voran das Flaggschiff Google: "We're alarmed by what we believe is a growing disregard for your rights" und weiter "We do not see this trend reversing itself. In fact, it is getting worse … So, we have decided to take action." Und dann wird der globale Anspruch der methodistischen Software-Krieger formuliert: "We strongly believe these principles are good for the industry and users worldwide".

So weit so gut, doch Rudi Rapido fragt sich, ob ein gewisser Bill Gator sich früher mehr um die humanistische (Aus)Bildung seiner Programmierer hätte kümmern müssen, diese jeden Morgen statt "God - (b)less America" die römische Weisheit "Principiis obsta" (= Resist the first advances) hätte herunterbeten lassen sollen. Vielleicht hätte es ja auch genügt, den Micro-Softwicklern beizubringen, was ein Puffer und ein Buffer-Overflow ist, statt später milliardenweise Security Bulletins zu versenden. Ganz zu schweigen von den "Möglichkeiten", die ein gewisser Internet Exploiter bietet: Google Principles meinen: "When an application is installed or enabled, it should inform you of its principal and significant functions". Oder: "Applications that affect or change your user experience should make clear they are the reason for those changes" etc.

Doch was sagt Google bis heute (nicht) dazu, wenn bei Rudi ungefragt die Google-Startseite erscheint und er diesen Effekt mehrmals angemahnt hat? Ob hier wohl gilt: "…some useful applications may not comply entirely with these principles and some deceptive practices may not be addressed here." Oder warum liefert die Google-Toolbar andere Ergebnisse als die Website-Suche?

Google präsentiert sich mit seinen Software Principles als der fortgeschrittenere Software-Entwickler - Google nicht nur gegen den Rest der Suchwelt, sondern auch gegen Redmond Industries? Und wo bleibt Europa? In der EU-Kommission gibt es doch sicher auch ein Referat, das uns in einigen Jahren einige Regeln präsentieren wird.

Über die Google-Initiative, eigentlich Trivialitäten, freut sich Rudi Rapido um so mehr, hat er doch schon vor Jahrzehnten seinen Programmierern diese selbstverständlichen Software Principles beigebracht. (kk)


II.   Kommentierte Nachrichten

Google winkt mit 50 Euro

Unter den Lesern von 'Wirtschaftswoche' oder 'Brand eins' hofft Google, neue Anzeigen-Kunden zu finden. Zum ersten Mal wurden im Mai in deutschen Wirtschaftstiteln und Fachzeitschriften ganzseitige Anzeigen geschaltet. Mit einem Guthaben in Höhe von 50 Euro wird der Neukunde für die Adwords Schlüsselwort-Werbung gelockt. Erst wenn die abgeklickt sind, geht's ans Marketing-Budget. Das kann mitunter schnell verbraucht sein - je nach Konkurrenz. So gibt es aus der Branche der Suchmaschinen-Optimierer rund 120 Firmen, die über Google-Anzeigen an neue Kunden kommen wollen, aber immer nur 8 tauchen auf. Die restlichen 90% müssen wohl doch, trotz aller Werbung, ihre Websites suchmaschinen-fit machen. (tr)


II.   Kommentierte Nachrichten

Overture: Statt PFPS mehr Präzision?

Unaussprechlich und viel zu lang - das war die einhellige Meinung zum Begriff "Pay for Performance Search", den Overture für das Suchmaschinen Text-Anzeigen Programm gewählt hatte. Jetzt heißt es Pay for Performance: "In the next few weeks, Overture advertisers will begin to see a new name--Pay-for-Performance™--for our flagship product, formerly known as Pay-for-Performance Search. We've made this change to bring consistency and clarity to our expanding line of marketing products." - Ob das der Klarheit dient und mehr Qualität bringt? 

Zu der Anzeigen-Triologie der Yahoo-Tochter gehört Content Match, Anzeigen, die auf Seiten mit Inhalten geschaltet werden. Neuester deutscher Kunde ist Onvista, ein Finanzportal, das mit Google und Espotting damit jetzt von den drei auf dem deutschen Markt wesentlichsten Text-Werbe-Vermarktern beliefert wird. Die Anzeigen der unterschiedlichen Vermarkter laufen in Rotation auf der Homepage und auf 70 bis 80% der Inhaltsseiten. Es dürfte eine der wenigen Plattformen sein, die ein solch Anzeigenkunden freundliches Modell bietet. Denn im Prinzip braucht der Anbieter, der seine Leistungen per Text-Anzeige bekannt machen will, nur noch bei einem der Großen zu buchen, will er auf Onvista erscheinen. (vr)

Die Overture-Verwirrung wurde am 7. Juni aufgeklärt.


II.   Kommentierte Nachrichten

Über Kreuz mit dem Wort

Passend zum Mai-Wanderwetter suchte ein Bayer über Google eine Thermosflasche. Rechts erschien als erstes eine Anzeige, einsam, blau und fett darüber der Suchbegriff: "Thermosflasche". 
Ein Klick auf Otto.de: Richtig, es erscheint das Abbild einer Thermosflasche: "REER-Warmhalteflasche aus Edelstahl. Hält Getränke bis zu 8 Stunden heiß. Inhalt 0,35 Liter..."

Der Bergsteiger aber will eine Stahlflasche mit mindestens einem halben Liter Füllvermögen. Also sucht er bei Otto intern mit "Thermosflasche". Doch aus "Otto - find ich gut", wird "Otto - find ich nix", denn es kommt die Meldung: "Wir konnten leider keine Ergebnisse für Ihre Suchanfrage nach Thermosflaschen finden."
Interessant, dass der Suchbegriff grammatikalisch richtig in die Antwort gesetzt wurde.  Nur leider war vergessen worden, die Produktdatenbank mit der Keyword-Advertising-Datenbank abzugleichen.

Fazit: Eine Thermosflasche ist eine Warmhalteflasche. Wer anders denkt, muss dürsten. (tr)


II.   Kommentierte Nachrichten

Plagiate per Software aufdecken

Jüngst mailte uns ein Mediziner stolz, er habe eine neue Website und wir könnten doch einen Link darauf setzen. Zuerst einmal wollten wir wissen, wer das denn sei - das Impressum aufgeschlagen - und was finden wir? Abgekupferte Texte: als "Anbieter" war der Name desjenigen genannt, von dem das Impressum geklaut worden war.

Ob sich Ihre Texte nicht nur in HTML-Dokumenten wiederfinden, sondern möglicherweise als .doc, .pdf, .txt oder .rtf ins Web gestellt wurden, können Sie mit dem Plagiat-Finder der Paderborner Mediaphor testen. Würden dies viele einsetzen, würde sich die Vielfalt und damit vielleicht auch die Qualität des Netzes erhöhen. (vr)

Nachtrag 2007: Den Plagiat-Finder haben wir nicht mehr gefunden...


II.   Kommentierte Nachrichten

Google Gmail - erste Erfahrungen

Vorab: ein leicht zu handhabendes Programm, übersichtlich in den Funktionen. Des weiteren:

  • Anzeigen zur Mail erhält nur der, der auch eine Gmail-Adresse hat.

  • Welche Anzeigen beim Empfänger landen, kann der Sender sehen, indem er seine eigene Mail nach dem Versand aufruft. Allerdings ist das nur eine Moment-Aufnahme, denn Tests zeigten, dass die Anzeigen 10 Minuten später variierten.

  • Die in der normalen Suche auf einen Suchbegriff hin erscheinenden Anzeigen sind nicht identisch mit denen, die zu einer inhaltlich das selbe Thema umschreibenden Mail auftauchen. Bei der Suche über Google nach "Nautical Museum Imperia" erscheint keine Werbung, zur Gmail mit dem Text, das das Museum auf seiner Website veröffentlich hat, werden 4 Anzeigen präsentiert. Sie alle werben um Rekruten für die US-Navy. Der Begriff "Navy" steht eben wiederholt im Mail-Text.

  • Unter den Anzeigen - wir zählten bis zu 4 Sponsored Links - erscheinen mitunter wie die Text-Anzeigen aufgemachte "Related Pages" - was immer das ist. Die Erklärung seitens Google ist äußerst dürftig mit „Related information provides relevant information from sites in Google's extensive index of web pages“. Was ist Relevanz? Was sagen die zahlenden Anzeigen-Kunden dazu?

  • Bei Gmails mit deutscher Betreffzeile und englischem Body-Text erscheint mitunter ein buntes Gemisch aus englisch- und deutsch-sprachigen Anzeigen.

Alles in allem zeigt sich, dass die Zuordnung von Anzeigen zu einer Mail noch schwieriger ist als bei Content-Seiten, dem Google AdSense genannten Programm. Denn Mail-Texte sind inhaltlich meist sehr heterogen, und welche Bedeutung eine Betreff-Zeile für den Algorithmus hat, ist unklar.

Google will Qualität, zumindest laut Software Principles und Owner's Manual for Google's Shareholders zum Börsengang. Return on Investment für den Werbetreibenden stellt sich nur ein, wenn die Anzeige von einem potenziellen Kunden angeklickt wird. Nur, ob die US Navy neue Rekruten findet unter den Besuchern eines zweimal wöchentlich geöffneten, irgendwo in Italien liegenden Museums, ist doch höchst fragwürdig. Zahlen für den Klick eines Neugierigen muss die Navy aber auch. Es bleibt abzuwarten, ob Google die Klick-Kosten für in Gmails veröffentlichte Anzeigen dem unscharfen Kontext-Umfeld entsprechend reduziert. (vr)


II.   Kommentierte Nachrichten

Code of Conduct - Qualität unter Kontrolle?

Es begann mit einer Untersuchung, veröffentlicht im Herbst 2003 unter dem Titel Wegweiser im Netz. Ein halbes Jahr später lud der Finanzier, die Bertelsmann Stiftung, zu einer 2-tägigen Konferenz nach Berlin, um Suchmaschinen-Betreiber zu mehr Qualität zu bewegen. Gefordert wurde eine regulierte Selbstregulierung, ähnlich der Freiwilligen Selbstkontrolle, wie sie die Filmbranche betreibt. Die soll mit der Aufklärung des Nutzers beginnen. 

Doch ob die größten Suchmaschinen-Betreiber - Google, Yahoo und MSN Microsoft, von denen nur Yahoo auf dem Podium vertreten war - den Nutzer überhaupt informieren wollen, dürfte fraglich sein. Auf die Frage, warum Yahoo Text-Werbung nicht so vorbildlich wie Google als "Anzeigen" bezeichne, sondern als "Sponsoren-Links", kommt die lapidare Antwort von Yahoos Head of Search, Volker Gläser: "Da müssen Sie die Marketing-Abteilung fragen". Rechtsanwalt Carsten Welp, Co-Autor von "Wegweiser im Netz", bezeichnet den von Web.de gewählten Begriff "Partnerlinks" schlicht als "echte Irreführung". 

Vor gar nicht langer Zeit hatten Firmen wie Netscape, Compuserve oder AltaVista hervorragende Namen. "Jetzt gibt's Google", meint Dr. Manfred Stegger, Vorstand von Allesklar, und fügt an: "Auch nach Google wird es etwas geben, das hängt unter anderem mit der totalen Verspammung von Google zusammen". Seine These: künftig werden die Betreiber mehr "strukturierte Daten", redaktionell bearbeitete, in ihre Suche aufnehmen. Doch dem steht entgegen, dass ODP, der weltweit größte Katalog, inzwischen genau so verspammt ist wie eine roboter-gesteuerte Suchmaschine.

Einen europäischen Code of Conduct zu erreichen, wenn nicht einmal deutsche Firmen bereit sind, ein wenig mehr Transparenz zu schaffen durch simple Aufklärung per präziser Begriffe, damit der User auf einen Blick zwischen kommerziellen und nicht-bezahlten Listungen unterscheiden kann, ist wohl verlorene Liebesmüh. Für Bertelsmann, beteiligt am Portal Lycos Europe, das über eine Suchfunktion verfügt, ist die Sache insofern erledigt, als das Projekt an Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, übergeben wurde. 

Ob staatliche Eingriffe zu Qualitäts-Denken führen, bleibt fraglich. Wie sagte schon Felix Somm nach dem ersten Compuserve-Prozess 1998: "Dann verlegen wir unseren Sitz eben in die Schweiz". Welche Auswüchse staatliche Eingriffe haben können, zeigt ein Gesetz, dass Italien gerade verabschiedet hat: Alles unter Kontrolle. (vr)


II.   Kommentierte Nachrichten

Alles unter Kontrolle: Weißes Haus - Schwarze Spider - Weiser Senator - Schwarze Lettern

Selbst googelnd würde man nicht fündig werden, was diese scheinbar sinnlose Aneinanderreihung verbindet:

Die Website des Weißen Hauses verbietet allen Suchmaschinen-Spidern, knapp 1900 Teile der Website zu speichern; mehr als ein Drittel davon sind Irak-Themen wie /911/patriotism2/iraq oder /firstlady/initiatives/education/iraq oder /president/100days/iraq.

Nur ein einziger Senator hat das vom italienischen Parlament verabschiedete Gesetz abgelehnt, das vorsieht, dass 2 Kopien einer Website in den Staatsarchiven in Florenz und Rom  gespeichert werden (die Modifikation eines Gesetzes von 1939 über subversive Druckschriften), andernfalls droht eine Strafe von EUR 1.500. Das Gesetz gilt ebenso für Newsletter und Mailing Listen.

Fazit: "Unterdrückung - die Freiheit nehm ich mir", frei nach GWB und SB. (kk)


III.   Netz-Splitter

Mai: Google im Blog für Optimierung

Juni: Suchmaschinen-News im Blog für Optimierung


IV    Copywriting für Websites, Folge 8

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