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Positionen aus der Welt der Suchmaschinen
WPN Archiv 2003
WPN Archiv 2002

 

 

Overture kauft Altavista, Fast. Yahoo nimmt Inktomi, Google den BloggerWeb Positioning Newsletter, ISSN 1610-392

Februar 2003

* Rudi Rapidos traumhafte Hybrid-Maschi(e)nen-Masche
* Suchmaschinen-Lotterie
* Overture mit AltaVista und AlltheWeb – Wer dirigiert das Finale?
* Yahoo! mit Inktomi: ein neues Orchester?
* MSN in Dissonanzen?
* Espotting ohne Zuhörer?
* Lycos ohne Orchestersessel?
* Overture als Dirigent?
* Google noch immer die erste Geige?
* Push for Quality?
* Die Stimme erheben aus dem Chaos!

Rudi Rapidos traumhafte Hybrid-Maschi(e)nen-Masche

Rudi Rapido kommt aus dem Träumen nicht mehr heraus: All seine Probleme haben sich im Schlaf gelöst. Vorbei die Alpträume, in denen er nächtelang damit gerungen hatte, die kunden- und suchmaschinen-freundlichsten Schlüsselwörter zu finden, um die Webseiten der Kunden optimal zu positionieren. 

Er würde nicht mehr ratlos mit diesen Begleitbooten um die Wette segeln müssen, die auf den SERPs oben und rechts auftauchten, um mit ihren gesponsorten Aufbauten seiner Web-Optimierung den Wind aus den Segeln zu nehmen. In seinem Traum hatte er alle Gewinne aus dem Immobilien-Verkauf in Ligurien in den Kauf eines PFOL*-Suchdienstes gesteckt. Die Website-Besitzer würden ihm alle unpassenden Schlüsselwörter aus den Händen reißen, um ihre kunden-unpassenden Webseiten an die Spitze der Regatta zu bringen. 

Im Traum der nächsten Nacht kaufte er aus der Portokasse die Mutter aller Suchmaschinen. Dadurch konnte er endlich das jahrelang mühsam zusammengetragene Know-how einbringen, um seinen Weitblick, auch Blick von hoher Warte oder AltaVista genannt, bei der Gestaltung der Algorithmen zu testen. Als Krönung könnte er den PFOL-Suchdienst und die PFI**-Dienstleistung mütterlicherseits zusammenführen, um seinen besten Kunden auf allen Top-Plätzen die Top-Positionen zu garantieren, TAL und TSL *** im Doppelpack. 

Alles schien gut zu werden. Doch am Tag darauf fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Er hatte eine Meldung vorausgeträumt, in der die Overture zum letzten Halali Vista blies. (kk)

Suchmaschinen-Jargon: SERP = Search Engine Result Pages, PFI = Pay For Inclusion
Rudis Vokabular: PFOL = Pay First Optimize Later, PFI = Pay For (later) Improvement,  TAL = Top Algorithm Link, TSL = Top Sponsored Link.

Suchmaschinen-Lotterie

“Was halten Sie von AltaVista?” Damals, im Oktober 2002 bei der SES-Konferenz in München von Alexander Holl befragt, reagierte Web Positioning Newsletter beobachtend. Was würde sich ändern bei der Mutter aller Suchmaschinen? Die Antwort gab der Marketing-Chef von Overture selbst: Für 140 Millionen US-Dollar wird der Pay-per-Click-Anbieter den Such-Pionier zum 1. April übernehmen, so alle Behörden zustimmen. Das sind Peenuts verglichen mit den 2,3 Milliarden USD, die CMGI 1999 auf der Höhe des Internet-Hype für 83 Prozent der AltaVista-Aktien an Compaq zahlte. AltaVista war damals 2,7 Milliarden Dollar wert. 

Am Tag des neuerlichen Besitzerwechsels stieg die Aktie von CMGI um mehr als 10 Prozent, die von Overture verlor 20 Prozent. Zu ungewiss sei, wie sich der Kauf auswirkt, meinten die Analysten. Denn aus AltaVista, einst der Überflieger im Web, war ein Nobody geworden, laut Nielsen//NetRatings lag die Suchmaschine im Januar 2003 an 17. Stelle der Suchplattformen. 

Die nächste Nachricht, die die OVER-Aktien um diesmal 11 Prozent in den Keller schickte, folgte am 25. Februar: Overture übernimmt die Web-Suchmaschinensparte AlltheWeb der norwegischen FAST für 100 Millionen Dollar. Die Aktie sank um 11 Prozent, obwohl Overture mit diesem Coup jetzt der wesentliche Teil der Google-Konkurrenz gehört.

Overture mit AltaVista und AlltheWeb – Wer dirigiert das Finale?

Während die Wall Street pessimistisch ist, hofft Overture, ein größeres Stück der Milliarden-Dollar-Such-Industrie abzubekommen. Denn es vereint jetzt 3 Features: Robot-gesteuerte Suchmaschine, gebühren-pflichtige Listung und Suchbegriff-gesteuerten Anzeigen. Google kann nun nicht mehr behaupten, sie seien die Einzigen, die kostenlose und bezahlte Dienste aus einer Hand anbieten.

Durch die Übernahme von FAST kann Overture die Kundschaft leichter bedienen: T-Online beispielsweise wurde bisher von Overture und FAST beliefert, hat aber jetzt nur noch einen Partner.

Es zeichnet sich ein neuer Wettlauf ab: Als Google vor einem Jahr Such-Ergebnisse samt Anzeigen anbot, verlor Overture US-Kunden wie EarthLink, Ask Jeeves und AOL. AOL Europe wird aber weiterhin mit Anzeigen von Overture beliefert. Was, wenn sich die Europäer entschließen, alle Suchergebnisse von Overture zu beziehen? Oder CNN: Overture liefert die Anzeigen, Google die kostenlosen Ergebnisse. Was, wenn CNN Overtures Dreierpack nimmt, schon allein deshalb, um nur noch einen Verhandlungspartner zu haben? 

Yahoo! mit Inktomi: ein neues Orchester?

Wie wird Yahoo! auf den Overture/AltaVista/FAST-Kauf reagieren? Der Verzeichnis-Dienst bezieht die bezahlten Einträge in den USA von Overture, in Europa von Espotting. Die kostenlosen kommen von Google. Yahoo! hat aber im Dezember 2002 für 235 Millionen USD den AltaVista-Rivalen Inktomi gekauft, einen Roboter-Dienst, der nur bezahlte Einträge aufnimmt. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis Yahoo! auch einen Doppelpack bietet: Suchmaschine mit bezahlten Einträgen plus Pay-per-Click. Frage auch deshalb bei Yahoo!: Wie lange überhaupt noch mit Overture/Espotting/Google? 

Und wie steht es mit der Suchplattform, die Overture selbst betreibt? Sie wurde bisher von Inktomi beliefert. Selbst zwar Lieferant für Yahoo!-USA, muss Overture nun an Yahoo! zahlen, um die eigenen Ergebnislisten zu füllen. Vermutlich auch das ein Grund, lieber über eigene Technik zu verfügen. Der Preis für die beiden Suchmaschinen AltaVista und FAST, 240 Millionen USD, hätte für eine Eigenentwicklung nie gereicht. 

MSN in Dissonanzen?

Schon länger rumorte es in der Suchmaschinen-Szene, Microsoft sei an einem eigenen Suchdienst für seine Suchplattform MSN interessiert, da deren Spider gesichtet wurden. Doch statt den Ergebnis-Lieferanten Inktomi zu kaufen, wurde gerade das Abkommen mit dem Zulieferer verlängert - bis vorerst 2005. Anzeigen auf MSN kommen bisher von Overture. Was aber, wenn Yahoo! ein Full-Service-Anbieter wird? Oder MSN beschließt, den Dreierpack von Overture zu beziehen? Oder Google einfach aus der Portokasse kauft? Allerdings soll Google mehr als 10 Milliarden US$ wert sein.

 

Espotting ohne Zuhörer?

Vor allem den europäischen Anzeigen-Markt besetzt Espotting, beliefert beispielsweise Yahoo! Deutschland und hat gerade Deals mit verschiedenen norwegischen Suchplattformen, auch FAST, abgeschlossen. Wie lange schaut sich Overture das an?

 

Lycos ohne Orchestersessel?

Bisher wickelt Lycos das Geschäft der bezahlten Einträge für FAST und Inktomi ab. Sobald aber Overture die Techniken von FAST und AltaVista kombiniert hat, braucht sie Lycos nicht mehr. Auch Yahoo! weiß selbst, wie man sich Einträge bezahlen lässt. Wozu dann noch Lycos?

Overture als Dirigent?

Der Niedergang von AltaVista zeitigt ein hervorragendes Beispiel, wie das Internet-Business funktioniert. Die Erfolgschancen steigen für den, der sich aus der Masse ins Licht absetzt und eindeutig sagt, was er macht. AltaVista war das Synonym für Suchen der Neunziger. Bis es in Form eines Portals jedem User etwas bieten wollte und Google antrat mit dem einzigen Ziel, eine Suchplattform zu sein. Letzten Sommer erfand AltaVista sich neu und versuchte das zu werden, was es einst war: ein einfaches Such-Tool, das aussieht wie... Google. Doch das war zu spät. Google ist nach Aussage mehrere Marktforscher die Nummer 1 der Suchmaschinen, beherrscht weltweit zwischen 60 und 80 Prozent des Such-Marktes. Wen kümmert es, wer an 2. Stelle steht?

Doch der Zusammenschluss von FAST und AltaVista könnte am Google-Image rütteln, wenn es Overture gelingt, die Qualität der Such-Ergebnisse zu steigern. Es gibt viel zu tun: Die immensen Doppler in den FAST-Ergebnissen eliminieren, die Spam-Regeln eindeutig definieren, Regeln zum Löschen von Sites und Seiten definieren und die Langsamkeit der Aufnahme bei FAST und AltaVista steigern, wenn es um kostenlose Einträge geht. Denn so lange Google kein Geld nimmt, muss auch Overture dieses Angebot beibehalten.

Im News-Suchbereich hat AltaVista allerdings zumindest in Deutschland die Nase vorn. Noch bietet Google diese nur in Englisch.

Google noch immer die erste Geige?

Hieß es bisher, Google habe Eigen-Marketing nicht nötig, so tauchen jetzt verstärkt Anzeigen auf, gezielt platziert in Suchmaschinen-Newslettern. Darin wirbt der Gigant für seine „Adwords“ genannten Anzeigen. Fürchtet der Gigant Nr. 1 den Full-Service von Overture?

Ein weiteres Indiz ist der Kauf von Pyra Labs, die eine „Blogger“ genannte Weblogs zur Verfügung stellen. Dort veröffentlichen User Nachrichten und verlinken sie sofort mit anderen Weblogs. 

Der Google-Robot grast die Pyra-Weblogs ab und lässt sie einfließen in die vorerst nur auf der US-Site möglichen „News“-Suchergebnislisten. Ein Beispiel war die Meldung über den Kauf von Pyra Labs. Bevor die Nachricht bei einschlägigen Agenturen wie Reuters publiziert war, tauchte sie in einem und in Sekundenschnelle in Hunderten von Weblogs auf und damit auch in den News-Ergebnissen von Google. Ob das allerdings immer die richtigen Quellen sind, darf dahingestellt bleiben: Der Columbia-Absturz erschien zuerst auf CNN, dann bei den Yahoo!-News, bevor die Google-Roboter eine der Meldungen erwischt hatten. Erst kommt der Mensch, der die Nachricht schreibt, dann der Roboter...

Es darf spekuliert werden, warum Google sich auf dieses Feld begibt: Zum einen demonstriert der Suchdienst damit Aktualität. Zum zweiten bringt die Verlinkung weitere Suchergebnisse. Zum dritten hat Google eine neues Tor für seine Anzeigenkunden: Die Adwords genannten Anzeigen erscheinen jetzt auch auf „BlogSpot“, der Plattform der Weblogger, die eine Million registrierte User vereint. 

Push for quality?

Der Vorstoß von Yahoo! in den Bezahl-Markt und damit in das Territorium der Anzeigen-Dienste von Google und Overture sowie der Vorstoß des Anzeigen-Dienstes Overture in den Roboter-Markt verdeutlichen, dass die Such-Industrie das Feld ist, auf dem das Online-Marketing weiter wächst. Der Overture-Deal könnte sich positiv auswirken auf die gesamte Branche: Es gewinnt die Suchplattform, die dem Nutzer die besten Resultate bringt. Es gewinnt die Suchmaschine, die dem Website-Betreiber den meisten Nutzen bringt. 

Die Stimme erheben aus dem Chaos!

Die Qualität der Suchmaschinen hängt in erster Linie vom Input der Website-Betreiber ab. Und da liegt es noch im Argen. Denn der muss entscheiden: Wie nutze ich Suchmaschinen für das Marketing? Was ist die beste Strategie für mein Produkt, meine Dienstleistung, meine Marke? 

Ein Website-Suchmaschinen-Workshop ist eine der besten Lösungen bei der Entscheidungsfindung. Einblicke in das Suchmaschinen-Marketing erhalten Münchner beim Vortrag von Gerda v. Radetzky im Münchener Wirtschaftsbund. (vr)

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